Der Name
„Kangen“ ist Japanisch und bedeutet sinngemäß „Rückkehr zum Ursprung“. Der Begriff ist eine geschützte Marke des japanischen Unternehmens Enagic®, das seit 1974 Wasseraufbereitungsgeräte herstellt.
Was macht dieses Wasser besonders?
- Gefiltert: Der mechanische Filter hält grobe Partikel zurück; Aktivkohle und Calciumsulfit reduzieren Chlor – laut Hersteller bis zu 97,5 %. Ebenfalls zurückgehalten werden laut Hersteller ca. 90 % der Pestizide und Herbizide sowie ca. 90 % der Tenside. Die genaue Leistung hängt vom Modell ab.
- Mineralien bleiben: Die natürlichen Mineralien aus deinem Leitungswasser, wie Calcium und Magnesium, bleiben erhalten.
Reich an Wasserstoff
Bei der Elektrolyse entsteht an der negativen Elektrode molekularer Wasserstoff (H₂), von dem sich ein Teil im Wasser löst. Gemeint ist zusätzlich gelöstes Gas – nicht der chemisch gebundene Wasserstoff im Wassermolekül H₂O. Wie viel H₂ tatsächlich enthalten ist, hängt vom Ausgangswasser, der Geräteeinstellung und dem Durchfluss ab. Eine konkrete Konzentration lässt sich nur durch eine geeignete Messung angeben.
Antioxidantien: Was lässt sich daraus ableiten?
Antioxidantien können bestimmte Oxidationsreaktionen begrenzen. Molekularer Wasserstoff wird im Zusammenhang mit oxidativem Stress wissenschaftlich untersucht. Ergebnisse aus Labor- und kleineren Humanstudien lassen sich aber nicht ohne Weiteres auf das tägliche Trinken von Kangen Wasser® übertragen. Ein allgemeiner gesundheitlicher Nutzen oder ein Schutz vor Erkrankungen ist damit nicht nachgewiesen. Wasserstoffreiches Wasser ersetzt keine ausgewogene Ernährung oder medizinische Behandlung.
Alkalisch: der pH-Wert des Wassers
Auf der üblichen pH-Skala gilt bei Raumtemperatur: 7 ist neutral, darunter sauer, darüber basisch beziehungsweise alkalisch. Kangen Trinkwasser wird typischerweise mit pH 8,5 bis 9,5 angegeben; der tatsächliche Wert hängt auch vom Leitungswasser ab. Das ist eine Eigenschaft des Wassers, nicht deines ganzen Körpers: Organe haben unterschiedliche pH-Werte. Den Blut-pH hält der Körper normalerweise eng zwischen etwa 7,35 und 7,45 – vor allem über Lunge und Nieren. Basisches Wasser ist nicht nötig, um dieses Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.
Negativer ORP: ein Messwert, kein Gesundheitsnachweis
ORP steht für Oxidations-Reduktions-Potenzial und wird in Millivolt gemessen. Ein negativer Wert weist unter den jeweiligen Messbedingungen auf reduzierende Eigenschaften hin. Frisch elektrolysiertes Wasser kann einen negativen ORP haben; der Messwert wird unter anderem vom pH-Wert, gelösten Stoffen und der Messmethode beeinflusst. Er misst weder direkt die H₂-Konzentration noch eine antioxidative Wirkung im Körper. Ein negativer ORP allein beweist keine bessere Trinkwasserqualität; ein positiver Wert allein weder eine schlechtere Qualität noch eine desinfizierende Wirkung.
Tipp: Wasserstoff entweicht mit der Zeit. Kangen Wasser® schmeckt am frischesten, wenn du es direkt trinkst oder in einer gut verschlossenen Glasflasche aufbewahrst.
Fünf Wasserarten aus einem Gerät
Je nach Einstellung liefert ein Enagic®-Gerät unterschiedliche Wasserarten:
Kangen Wasser® (pH 8,5–9,5)
Das basische Trinkwasser. Für Trinken, Kochen, Tee und Kaffee.
Neutrales Wasser (pH 7)
Gefiltertes Leitungswasser, z. B. für die Zubereitung von Babynahrung nach Rücksprache oder zum Einnehmen von Medikamenten.
Beauty Wasser (pH 4–6)
Leicht saures Wasser für die äußere Anwendung, etwa für Gesicht, Haare und Pflanzen.
Stark basisches Wasser (pH 11,5)
Nicht zum Trinken. Zum Waschen von Obst und Gemüse und zum Entfernen von Fett.
Stark saures Wasser (pH 2,5)
Nicht zum Trinken. Zur Reinigung von Oberflächen im Haushalt.
Häufige Fragen
Schadet basisches Trinkwasser der Magensäure?
Entscheidend ist der Unterschied zwischen einer gepufferten und einer ungepufferten Base. Natron (Natriumhydrogencarbonat) ist gepuffert: Es kann große Mengen Säure binden. Wer literweise Natronwasser trinkt, beeinflusst die Magensäure deutlich – das ist mit Kangen Wasser® nicht vergleichbar.
Kangen Wasser® ist eine ungepufferte Base. Sein pH-Wert entsteht durch Elektrolyse, nicht durch zugesetzte Stoffe. Trifft es auf die sehr saure Magensäure (pH etwa 1–2), ist die geringe Basizität sofort „verpufft“ und neutralisiert – ähnlich wie bei einem Glas normalem Wasser.
Wer Magenbeschwerden hat oder säurehemmende Medikamente nimmt, bespricht das am besten mit seinem Arzt.
Geht es bei Kangen Wasser® also gar nicht um den pH-Wert?
pH-Wert und gelöster Wasserstoff sind unterschiedliche Eigenschaften. Bei der Elektrolyse können beide zunehmen, aber ein höherer pH-Wert beweist nicht automatisch eine höhere H₂-Konzentration. Diese hängt unter anderem vom Ausgangswasser, der Einstellung, dem Durchfluss und der Zeit seit der Herstellung ab und muss gesondert gemessen werden.
Was wird eigentlich rausgefiltert?
Der Filter „FC1“ arbeitet in drei Schichten: Ein mechanischer Filter hält grobe Partikel wie Rost zurück. Aktivkohle reduziert Chlor und Geruchsstoffe – laut Hersteller bis zu 97,5 % des Chlors. Calciumsulfit hilft bei der Reduktion von Restchlor – Sedimente werden mechanisch zurückgehalten. Nach Herstellerangaben werden außerdem ca. 90 % der Pestizide und Herbizide sowie ca. 90 % der Tenside (Reinigungsmittelrückstände) zurückgehalten. Die genaue Filterleistung richtet sich nach Modell und Herstellerangaben.
Danach folgt die Elektrolyse: An der negativen Elektrode entstehen Wasserstoff (H₂) und Hydroxidionen (OH⁻); das Wasser wird basisch. An der positiven Elektrode entsteht ein saurer Wasserstrom. Eine Membran trennt die beiden Ströme. Das ist keine zusätzliche Schadstofffilterung – die Ladung eines Stoffes sagt nicht aus, ob er gut oder schlecht ist.
Das Wasser wird also in zwei Schritten aufbereitet: zuerst im Filter, dann bei der Elektrolyse. Was bewusst bleibt, sind die natürlichen Minerale wie Calcium und Magnesium – sie stecken ohnehin in deinem Leitungswasser.
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